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Oman - Dive Challange Tour
Nach vielen Gesprächen, langen Emails und vielen Telefonaten war es am 16. März 2009 endlich so weit, die IAHD startete zu einer neuen Dive-Challenge-Tour in den Oman.

Am Flughafen angekommen, ereilte uns recht schnell ein Anruf von
unserem Rollifahrer Olaf, der beim Aussteigen aus dem Auto auf dem
Parkplatz gestürzt war und nun nicht mehr alleine in seinen Rollstuhl
kam. Die Aufregung war groß, zumal wir dachten er hätte sich was
gebrochen und wir müssten ohne ihn fliegen. Es stellte sich dann jedoch
schnell heraus, dass es nur eine kleine Verstauchung im Fuß war. Sehr
schmerzhaft, aber kein Grund auf die wunderschöne Woche zu verzichten.
Um 14 Uhr 40 startete die Maschine von Emirates Richtung Dubai, wo wir
nachts drei Stunden Aufenthalt hatten. Wir nutzten die Zeit um uns auf
unseren Urlaub einzustellen und um uns den riesigen Flughafen
anzusehen. Um 2Uhr 55 landeten wir dann in Muscat, Hauptstadt vom Oman,
und wurden von Steffi und Tariq, die die ganze Reise organisiert
hatten, begrüßt. Bei einem Kaffee hatten wir die Möglichkeit uns erst
einmal kennen zu lernen. Danach ging es dann zur Tauchbasis. Dort
angekommen fanden wir wunderschöne Hütten vor, die uns für die Woche
als Unterkunft dienen sollten, vollausgestattet mit Klimaanlage,
Ventilator, Moskitonetz und Minibar. Nach knapp zwei Stunden Schlaf,
trafen wir uns zum Frühstück wieder. Nach kurzer Zeit kamen immer mehr
Einheimische, die uns kennen lernen wollten, da sie von uns in der
Zeitung gelesen hatten. Einige Journalisten wollten direkt Interviews
mit uns führen, um am nächsten Tag Berichte in ihren Zeitungen zu
bringen.
Ein omanischer Rollifahrer wollte noch am gleichen Tag mit uns im Pool
tauchen gehen. Den Nachmittag verbrachten wir dann mit ihm im Wasser,
wobei er sehr viel Spaß hatte.
In gemütlicher Runde konnten wir anschließend den Tag bei einem leckeren Abendessen ausklingen lassen.
Der nächste Tag begann mit sehr viel Aufregung, denn der Sportminister
wollte uns höchstpersönlich empfangen.
Bei diesem Treffen wurde viel
gesprochen über zukünftige Events, und die Vor-und Nachteile für
Behinderte tauchen zu lernen. Nach einigen gemeinsamen Fotos fuhren wir
zu einer Behindertenwerkstatt, wo wir zunächst vom Direktor empfangen
wurden und dann von Angestellten herumgeführt wurden. Bei einer
gemeinsamen kleinen Mahlzeit konnten wir uns über die Unterschiede
zwischen Deutschland und Oman im Bezug auf den Umgang mit Behinderten
austauschen.

Nachmittags begann dann der Kurs für Tauchlehrer. Wir sollten neun
Tauchlehrer zu Behindertentauchlehrern ausbilden. Nach drei Stunden
theoretischer und praktischer Einführung ins Behindertentauchen, hatten
wir kurz Zeit um uns umzuziehen, denn wir sollten abends noch in eine
Einrichtung für Behinderte fahren. Dort angekommen wurden wir herzlich
empfangen, durch den Direktor und viele Betroffene.
Nach einigen
Interviews und Fotos wurde uns eröffnet, dass in den nächsten Tagen 60
Betroffene zum Schnuppertauchen kommen wollten. Leider mussten wir
einigen absagen, da wir zu wenig Zeit hatten. Letztendlich einigten wir
uns auf 30 und versprachen, dass wir noch mal wieder kommen um allen
das tauchen zu ermöglichen.
Am nächsten Morgen fing um 8 Uhr der Tauchlehrerkurs an. Die
Kursteilnehmer konnten bei einem Tauchgang in einer nahegelegenen Bucht
ihre praktische Ausbildung fortsetzen und wir hatten die Möglichkeit
uns die Unerwasserwelt im Oman anzusehen. Neben vielen wunderschönen
Fischen begegneten uns einige Muränen und Hummer. Die 38° Celsius war
der Tauchgang eine wundervolle Abkühlung und die Rückfahrt mit dem Boot
gab uns das Gefühl von Urlaub. Zurück auf der Basis mussten wir noch
einiges an Theorie mit den Kursteilnehmern durchgehen, so dass wir erst
gegen 18 Uhr abends fertig waren.
Am nächsten Tag sollte das erste Schnuppertauchen statt finden. Schon
um neun Uhr waren viele Journalisten zur Stelle, für die um zehn
angesetzte Pressekonferenz. Während ein Teil von uns die Interviews gab
musste ein anderer Teil sich um die Tauchlehrerausbildung kümmern. Im
Anschluß fand unter vielen Blicken und viel Spaß das Schnuppertauchen
im Pool statt. Die Fernsehkamera dokumentierte alles, was sich im und
um den Pool abspielte.
Die strahlenden Gesichter der Betroffenen nach
ihrem Tauchgang waren unbeschreiblich. Natürlich gab es für jeden
Teilnehmer eine Urkunde. Zum Schluß wurden uns im Namen des
Ministeriums Glaspokale in Form des omanischen Dolches überreicht, als
Anerkennung für unsere Arbeit.
Bei einem schönen Abendessen konnten wir wieder Kraft tanken für den nächsten Tag und das nächste Schnuppertauchen.
Auch dieses Schnuppertauchen war ein voller Erfolg. Einige der
Betroffenen waren nur für dieses Pooltauchen fast 400 Kilometer
gefahren. Sie erzählten uns, dass jeder Behinderte im Oman wusste, dass
wir kommen würden. Wir waren sehr gerührt und fühlten uns geehrt.
Am späten Nachmittag hatten wir dann noch mal Zeit uns ein wenig von
Muscat anzusehen. Es gibt dort wunderschöne Gebäude und unglaublich
viele Brunnen. Nach dem Abendessen fuhren wir in ein benachbartes Hotel
und saßen noch lange bei Cocktails und schöner Musik gemütlich
zusammen.
Am letzten Tag hatten wir nur noch einen Programmpunkt – eine Fahrt in
die Berge. Die Route führte uns durch ein ausgetrocknetes Wasserbett
bis aus 2000 Meter hoch. Zwischendurch machten wir einige Stops und
sahen Quellen, Ziegen, Kamele, kleine Ansiedlungen, Oasen und vieles
mehr. Während der Fahrt bot sich uns ein traumhafter Blick in die
Täler, zum Teil passten die Auto so grade auf die Straße und neben uns
ging es senkrecht in die Tiefe. Es war ein wenig beängstigend. Aber
unsere Fahrer hatten die Autos gut im Griff. Oben auf dem Berg
angekommen hatten wir eine malerische Aussicht auf Berge und Täler. Die
36°Celsius in den Tälern machte es uns unmöglich sich in der Sonne zu
bewegen. Auf dem Berg war es da schon angenehmer, da hier ein wenig der
Wind wehte. Nach knapp neun Stunden Fahrt erreichten wir wieder die
Tauchbasis. Für das Abendessen fuhren wir erneut in ein Nachbarhotel
und saßen noch lange mit einigen der Kursteilnehmer zusammen und ließen
die Woche nochmals Revuepassieren.
Am nächsten Tag hieß es leider schon Abschied nehmen. Nach fast 16 Stunden erreichten wir unsere Heimat.
Insgesamt hat uns diese Woche so viele Eindrücke beschert, dass es noch
einige Zeit dauern wird, bis wir sie alle verarbeitet haben. Es wird
mit Sicherheit nicht das letzte Mal für uns gewesen sein, für uns ist
klar, wir wollen noch mal in den Oman.
Zeitungsberichte
Leisure Tribune vom 19.03.2009 (PDF-Datei)
Oman Tribune vom 21.03.2009 (PDF-Datei)
Leisure Tribune vom 22.03.2009 (PDF-Datei)
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